(Inter)connected Media Projekt

Im Rahmen eines (Inter)connected Media Projektes entsteht ein Film. Der Film dient dazu, Wissen weiterzugeben und auch kontroverse Fragen zu erörtern.

Durch eine bewusste Planung und Vorbereitung schaffst du eine wichtige Grundlage, dass die von dir begleiteten Menschen ihr Ziel erreichen und nicht ungeplant abdriften. Nutze becreate.ch, um dein Filmprojekt zu planen und gut vorbereitet durchzuführen. 

(Inter)connected Media Learning umfasst nebst dem medialen Element auch das Rollenverständnis als kreativ schaffende Person und als begleitende, dozierende Person. 

Zu allen diesen Aspekten gibt dir das Web Based Training eine gründliche Einführung:

→ Web Based Training

Dieser Link startet Kapitel 4 des Web Based Trainings "create".

Was du im Web Based Training findest, zeigt dir schnell das Einführungsvideo:

Film zum WBT

 

Die einzelnen Projektphasen

Das (Inter)connected Media Projekt hat, wie die anderen Projekttypen, einen öffnenden und schliessenden Teil. Dies wird durch die Rautenform dargestellt. In diesen Teilen kann es Iterationen geben. Das wird durch die Kreise angedeutet.

Nachfolgend sind die Projektphasen beschrieben.

1. Challenge auswählen und klären

In dieser Phase klärst du den Auftrag.

Sind Auftrag/Fragestellung vorgegeben oder darfst ein Thema auswählen, oder dir sogar frei ausdenken? Was interessiert dich und deine Gruppe besonders? Was könnte euer Publikum besonders interessieren?

Haben sich die Projektteilnehmenden weitgehend verstanden, oder wo wurde aneinander vorbei geredet?

Je nach Möglichkeit, wähle ein Thema aus, über das kontrovers diskutiert wird und/oder über das bei deiner Zielgruppe noch nicht zu viel bekannt ist, oder über das deine AdressatInnen eine klare Meinung zu haben glauben. Wähle eine Fragestellung/Thematik aus, bei der du bereit bist, auf diese eine neue oder andere Sichtweise zu vermitteln. 

 

2. Uploading

Ziel dieser Phase ist, vorhandenes Vorwissen aller zu erfassen und vorhandene oder noch zu entwickelnde Ressourcen zu inventarisieren. Hier ist wichtig, sich von bereits vorhandenen Ideen zu befreien und für neue Visionen zu öffnen

Stelle an der Kickoff-Sitzung dafür ein separates Poster zur Verfügung, das offen im Raum hängt und jederzeit konsultiert, ergänzt und vor allem genutzt werden kann.

 

3. Planung / Konzept

Hier geht es darum, ein Konzept zu erstellen, das viele Entscheidungen trifft: Wie soll der gegebene Auftrag umgesetzt werden, inhaltlich, multimedial, organisatorisch? Mit welchen Ressourcen? 

Du konkretisierst Fragen, die aus dem Auftrag entstehen. Planung bedeutet aber nicht nur das Vorgehen zu definieren, sondern hat auch eine „öffnende“ Dimension. Du beginnst vertiefte, themenbezogene Recherchen nach Texten, Grafiken, Daten und Studien. Ausserdem recherchierst Du nach passenden Interview- und Praxispartnerinnen und –partnern, möglichen Drehorten, Settings und Milieus.

 

4. Planung / Drehbuch

Das Drehbuch ist nicht nur in Bezug auf Deinen Film wichtig, sondern auch ein Instrument innerhalb des gesamten Projektmanagements, z.B. zur Planung von Meilensteinen und Terminen. 

Die bisher konzipierten Ideen und Inhalte werden spätestens in dieser Projektphase konkret verschriftlicht. Du bestimmst jetzt die genauen Sequenzen, Inhalte, Quellen, Interviews und Drehorte. Eine erste Version des Drehbuchs präsentierst Du in einem Meeting und erhältst von der Projektbegleitung oder von Kolleginnen und Kollegen wichtiges Feedback für Optimierungen. 

 

5. Drehphase

In der Drehphase entsteht eine grosse Menge an Bild- und Tonmaterial.

Es geht aber nicht nur ums Abfilmen, sondern darum, das Thema zu verstehen und für die Fragestellungen Antworten zu finden. Denn nur so kann in den nachfolgenden Phasen das Material in ein sinnvolles Ganzes überführt werden. 

Du gehst zwar nach Drehbuch vor, wichtig ist aber, dass ihr das Thema versteht und weiter eintaucht, noch am Drehort weiter recherchiert, im Interview je nach Antworten weitere Fragen stellt oder zusätzlich Szenen dreht. 

Archiviere täglich dein erstelltes Material, so dass du es später schnell wieder zur Verfügung hast.

 

6. Wendepunkt, Ernte

Der Abschluss der Drehphase markiert den Wendepunkt Deines Projekts. Eine Fülle an Material und Eindrücken ist entstanden. Wie bei einer landwirtschaftlichen Ernte das Korn gedroschen, gemahlen und zu Brot verarbeitet wird, wählst Du nun das brauchbare Material und Wissen aus und gestaltest damit in der anschliessenden Schnittphase ein audiovisuelles Endprodukt.

 

7. Schnittphase

Das Ziel dieser Phase ist, mit dem Film eine Antwort auf die ursprüngliche Fragestellung zu geben. Füge deshalb die vorhandenen Inhalte, also Audio, Video, Texte, Bilder, etc. so zusammen, dass die Zielgruppe des Films Deine Argumentation nachvollziehen, verstehen und sich dadurch neues Wissen aneignen können.

Mit deinem in den vorangegangenen Phasen erworbenen Wissen bewertest Du das Material und triffst eine Auswahl, möglicherweise musst Du noch etwas nachdrehen oder recherchieren.

Am Ende dieser Phase wird das Video in ein geeignetes Format konvertiert und auf Deine Lernplattform hochgeladen.

 

8. Präsentation

Die Präsentationsphase beinhaltet das professionelle Präsentieren, Reflektieren und das gegenseitige Feedback.

 

9. Publikation

Suche Dir für die Publikation des fertigen audiovisuellen Projektes geeignete Kanäle. Möglicherweise unterstützt Dich der Projektbegleitende oder eine Publikation wurde bereits im Auftrag angebahnt. Für andere wird Dein Wissen so zugänglich.