Challenge klären

Hier geht es um eine genaue Auftragsklärung, damit gewährleitet ist, dass die Workshopteilnehmenden den Auftrag bzw. die Fragestellung sehr genau verstanden haben.

Organisation

  • Duration
    Short (up to 30 minutes)
  • Complexity:
    Simple
  • Group size:
    2 to 10 persons

Description Long

Die Klärung der Challenge zu Beginn eines jeden Workshops sollte gewährleisten, dass der Auftrag bzw. die Fragestellung von den Workshopteilnehmenden sehr genau herausgearbeitet und verstanden wird. Dafür sollte der Rahmen und ausreichend Zeit für Fragen eingeräumt werden. Wo liegen eventuell vorhandene, hilfreiche und störende Grenzen des Auftrags bzw. der Fragestellung?  Dies ist im Verlauf des Workshops, gerade in unruhigen, speditiven Phasen extrem wichtig.

 

Erst wenn der Auftrag bzw. die Fragestellung klar ist, können kreative Prozesse eingeleitet werden.

Preparation

Es kommt auf die Haltung und das Klima in der Gruppe an. Neugier, Interesse aber auch Offenheit für alle möglichen - auch vermeindlich "dumme" - Fragen sind die Vorraussetzungen für ein gutes Gelingen.

Execution

  1. Die Workshopleitung (falls vor Ort, auch Auftraggebende) animiert  nun die Gruppe, kurz Verständnisfragen (noch keine inhaltlichen Detailfragen) zum Auftrag bzw. die Fragestellung zu stellen.
  2. Die Verständnisfragen werden beantwortet.
  3. Alle Gruppenmitglieder werden anschliessend aufgefordert, einzeln den Auftrag bzw. die Fragestellung mit eigenen Worten und so, wie es im Moment persönlich verstanden wurde, stichwortartig und von weitem LESBAR zu schriftlich zusammenzufassen.
  4. Die Zusammenfassungen auf ein Flip-Chart-Poster aufkleben, von den Autorinnen und Autoren vorlesen lassen.
  5. Die in der Regel vorhandenen Unterschiedlichkeiten im Verständnis und Ausdruck verdeutlichen.
  6. Die Workshopleitung (falls vor Ort, auch Auftraggebende) animiert  nun die Gruppe, vorhandene inhaltliche und detaillierte Fragen zum Auftrag bzw. zur Fragestellung offen und frei zu stellen.
  7. Es sollte in dieser  entscheidenden Startphase des Workshops die Gelegenheit genutzt werden, wirklich alle vorhandenen Fragen differenziert zu stellen und in Ruhe zu klären. Wo liegen eventuell vorhandene, hilfreiche und störende Grenzen des Auftrags? Wo liegen umgekehrt  die vorhandenen Freiräume des Auftrags?
  8. Fragen von weitem lesbar aufschreiben lassen und auf ein Flip-Chart-Poster aufkleben.
  9. Antworten (je nach Setting durch Workshopleitung/Arftraggebende/Gruppe) verbalisieren und zusätzlich von weitem lesbar aufschreiben lassen und auf ein Flip-Chart-Poster aufkleben.
  10. Nach Klärung aller Fragen und unter Anleitung der Workshopleitung den Auftrag bzw. die Fragestellung gemeinsam auf einem Poster inkl. Bemerkungen und nötigen Ergänzungen verschriftlichen und für alle sichtbar im Raum aufhängen.

Hints from experience

Wenn  du/ihr als Workshopleitung den Eindruck habt, dass Hemmungen in der Gruppe vorhanden sind, z.B. offen Fragen zu stellen, dann greift dies auf und stelle/stellt beispielgebend ein paar Fragen und auch ein paar vermeindlich "dumme" Fragen.

 

Geignete Stifte und passende Post-Its zur Verfügung stellen, damit Texte von weitem lesbar sind. Daran erinnerern, dass Teilnehmende lesbar schreiben.

 

Die Reihenfolge und Ausführlichkeit der empfohlenen 10-stufigen Durchführung kann je nach Zeitfenster und Auftrag angepasst werden.

 

Tools list

  • Wall for collective work
  • Pencils, board markers
  • Paper, big, flipchart
  • Sticky dots
  • Flipchart or Whiteboard
  • Paper and pencil

References

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