Context Mapping

Beim Context-Mapping stehen zunächst die Sensibilisierung für ein Thema, des Weiteren aber auch der Gebrauch von Werkzeugen wie Interviews, Collagen etc. sowie das Finden neuer Lösungsansätze im Vordergrund.

 

Organisation

  • Dauer
    lang (mehr als 60 Minuten)
  • Schwierigkeit
    leicht
  • Gruppengrösse
    7 bis 100 Personen

Genaue Beschreibung

Die Technik des Context Mapping ist eine Methode, die vorwiegend in der explorativen Phase eines Design-Prozesses zur Anwendung gelangt. Ihr Vorteil besteht darin, dass wir dadurch wertvolle Informationen über den Kontext und die Motive jener Menschen bekommen, die später mit dem Produkt oder der Dienstleistung konfrontiert werden. Dabei geht es nicht bloß um Funktionalität, sondern auch darum, wie wir das Neue später vermarkten bzw. wie wir es in der Lebenswelt der Konsumenten so platzieren, dass sie sich dafür begeistern können. Unabhängig davon, wie man sich diesen tiefer liegenden Motiven nähert, geht es darum, diese zu illustrieren.

 

Illustration

Vorbereitung

Da es sich bei dieser Methode um einen offenen Prozess handelt, der im Prinzip darauf hinausläuft, dass du etwas gemeinsam mit anderen entwickelst, kannst du dabei variieren. Das Ergebnis hängt stark von der Vorbereitung bzw. vom Setting ab. Du bist der/die Experte/Expertin für die Innovation, das Design oder die Kommunikation. Die anderen Teilnehmenden sind Expert_innen hinsichtlich ihrer eigenen Erfahrungswelt. Diese gilt es zu erkunden, um Empathie zu entwickeln.

 

Um dies zu bewerkstelligen, musst du deine Teilnehmenden auch dafür sensibilisieren. Sie müssen sich ihrer besonderen Expert_innenrolle klarwerden und sich dessen bewusst sein, was für sie im Alltag tatsächlich von Bedeutung ist.

 

Durchführung

Verwende nun jene Instrumente, die dazu dienen, die Erfahrungswelt deiner Teilnehmenden sichtbar zu machen. Du kannst beispielsweise Interviewtechniken, Cultural Probes oder die Collagentechnik einsetzen. Diskutiere stets die Ergebnisse und frage bei Unklarheiten gleich nach, wie und in welchem Zusammenhang etwas gemeint ist.

 

Dokumentiere alle Einsichten, die du zusammentragen kannst, und analysiere sie. Teile die Resultate mit deinem Team. Primär kommt es nicht darauf an, einen konkreten Zustand oder ein Meinungsbild etc. zu beschreiben, sondern aus dem Prozess direkt praktisch verwertbare Hinweise zur Problemlösung zu generieren. Oft können dabei einige bestimmte Inputs von entscheidender Bedeutung sein.

 

Materialliste

  • Papierbögen, gross, Flipchart

Referenzen

Autor: Thomas Duschlbauer; Titel: Der Querdenker - Das Toolkit mit 30 ausgewählten Methoden; ISBN: 9783907100639

 

Bildquelle: blog.codecentric.de/2015/07/microservices-strategie-vor-taktik/ (20.03.2019)

 

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